DIE KUNTERBUNTEN 5 | der Pfau

  • 08.07.2022
  • DIE KUNTERBUNTEN FÜNF

„Die meisten Nachahmer lockt das Unnachahmliche“

Marie von Ebner-Eschenbach

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Endlich. Wir sind bei den kunterbunten 5 angelangt. Bestimmt hast du bereits sehnlichst darauf gewartet, über all die Einzelheiten und Charakterzüge in Kenntnis gesetzt zu werden.

Beginnen wir mit unserer Reise der Tierwesen des Tätowierens und deren Merkmalen. Wir fangen mit dem König an. Stark und groß, zeigt er sich in voller Pracht. Mit seinen galanten Schritten zieht er alle Blicke auf sich und verbannt unbrauchbares Fußvolk mit nur einem Flügelschlag aus seinem Sichtfeld. Seine Stimme ist so allgewaltig, dass die größten Mäuse davor erzittern.

Ja, vielleicht mag der König der Tiere eigentlich der Löwe sein, aber in unserem Fall ist es der Pfau. Und das ist auch gut so, das hat nämlich einen besonderen Grund. Fangen wir mit den Grundfakten an. Woran denkt man als Erstes, wenn einem der Begriff „Pfau“ genannt wird?

Es ist ein Vogel. Richtig. Weiter im Geschehen.

Er ist bunt. Das ist ein bemerkenswerter Einwurf an dieser Stelle.

Aber, um das Ganze einmal zu verbildlichen, wenn du in den Zoo gehst, was fällt dir auf? Der schöne Pfau, wird immer ganz weit oben liegen oder umherstolzierend seine Federpracht demonstrativ präsentieren. Denn der Pfau wird gerne gesehen. Ihm geht es um das Geschehen, die Action, das Leben am Limit, der Durst nach Neuem, die Lust auf das Erwecken von Begierden. 

Das spiegelt sich auch wider, bei unseren kunterbunten 5. Denn er ist derjenige, der seine Tattoos niemals verstecken wird. Ganz im Gegenteil. Zeigen wird er sie. Wenn ein Pfau im Raum ist, wirst du niemals fragen müssen, ob er Tattoos hat oder mit dem Gedanken spielt, sich jemals Tattoos stechen zu lassen.

Sie werden dir nämlich auf dem Silbertablett serviert. Er wird dir seine Meinung nicht aufbinden, aber du wirst sie unmissverständlich zu verstehen bekommen. Entweder blitzen die Tattoos bei einem kurzen Kleid durch, Jeans und Shirt, das macht keinen Unterschied. Egal ob Mann oder Frau. Jegliche Tätowierungen werden zu sehen sein. Denn der Pfau möchte gesehen werden, er will einzigartig sein, ein Unikat seiner eigenen Art. 

An dieser Stelle kommt die Frage auf, ob du vielleicht selbst ein Pfau bist. Wenn du vermutlich dazu tendierst, wirst du bei diesen Aussagen, beim Lesen, wahrscheinlich beipflichtend Nicken.

Dir geht es um Prestige, du möchtest zeigen was du hast, du bist stolz auf deine Entscheidung, willst sie nicht verbergen, sondern teilen, was deine Meinung ist, ohne es laut aussprechen zu müssen.
Partnertattoos sind nicht so dein Ding, du willst keine Kopie deiner Selbst, du möchtest gerne ein Einzelstück bleiben. Du hast keine Angst vor der Entscheidung dir ein Tattoo stechen zu lassen und die Wahl fällt dir auch nicht schwer, du bist ein Macher, dir deines Körpers sicher, und im Klaren, welches Werk du aus und auf dir kreieren möchtest.

Deine Schritte sollen nicht nachahmbar sein. Du willst alle Blicke auf dich ziehen, dabei aber nicht verschrecken, dir geht es um den Ausdruck, der Schönheit deines Selbst. 

Hier kommt der Punkt, an dem du entscheiden musst, ob diese Interessen zu dir passen. Denn so kannst du auch dein Motiv besonders gut wählen. (Wenn du ein Pfau bist, dann weißt du es aber vermutlich bereits schon).
Vielleicht möchtest du ja deinen gesamten Körper einer Stilrichtung zuneigen, um deinen kompletten Körper im Einklang zu zeigen. Oder vielleicht auch, löst das Farbenspiel bei dir einen gewissen Reiz der Anziehung aus.
Wenn du ein Pfau bist, kann man dir hiermit leider keine weiteren Ratschläge erteilen, außer bei der Nachbehandlung deines Tattoos. Weil du am besten weißt was du willst, was dir steht, und welche Federn dein Rad zieren sollen. 

 

AUTOR: Leonice Mercedes Troha

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